Interne Verlinkungen sind ein echtes Kraftpaket für dein SEO, aber leider werden sie oft stiefmütterlich behandelt. Dabei helfen sie Suchmaschinen nicht nur, die Struktur deiner Website zu verstehen, sondern verteilen auch die so wichtige Autorität – den „Linkjuice“ – ganz gezielt. Eine kluge interne Verlinkung ist also nicht nur gut für dein Ranking, sondern führt auch deine Besucher ganz intuitiv durch die Seite und sorgt dafür, dass sie länger bleiben.
Warum interne Links das eigentliche Fundament deiner SEO-Strategie sind
Reden wir mal Klartext: Interne Links sind kein „Nice-to-have“, sondern das absolute Fundament einer jeden erfolgreichen SEO-Strategie. Viele stürzen sich sofort auf den Backlink-Aufbau und übersehen dabei das riesige Potenzial, das direkt vor ihrer Nase liegt. Google nutzt diese internen Verweise wie einen Stadtplan, um die Architektur deiner Website zu begreifen und zu erkennen, welche Seiten thematisch zusammengehören.
Stell dir deine Website einfach wie eine Stadt vor. Jede einzelne Seite ist ein Gebäude. Die internen Links? Das sind die Straßen, die alles miteinander verbinden. Ohne ein funktionierendes Straßennetz wären wichtige Gebäude komplett isoliert und für Besucher – und damit auch für die Crawler der Suchmaschinen – quasi unsichtbar.
Autorität und Relevanz gezielt verteilen
Jeder einzelne Backlink von einer externen Seite bringt eine gewisse Autorität mit. Internes Verlinken ist im Grunde ein Kanalsystem, mit dem du diesen wertvollen „Saft“ gezielt von deinen starken Seiten (wie der Startseite oder einem viralen Blogartikel) zu anderen wichtigen, aber vielleicht noch etwas schwächeren Seiten lenkst.
So stärkst du nicht nur einzelne Unterseiten, sondern hebst das Autoritätslevel deiner gesamten Domain an. Wenn du zum Beispiel mehrere Artikel zum Thema „Content-Marketing“ hast und von all diesen auf deine zentrale Leistungsseite verlinkst, sendest du ein klares Signal an Google: „Hey, schau her, diese Seite ist unser Dreh- und Angelpunkt für dieses Thema.“
Bessere Crawlbarkeit und schnellere Indexierung
Google hat für jede Website nur ein begrenztes Crawling-Budget. Eine chaotische, unlogische Linkstruktur verschwendet dieses Budget gnadenlos. Wichtige Inhalte, die irgendwo tief in der Seitenarchitektur vergraben und kaum verlinkt sind, werden dann seltener oder im schlimmsten Fall gar nicht erst gefunden und indexiert.
Eine logische interne Verlinkung sorgt dafür, dass Crawler mühelos von einer Seite zur nächsten gelangen. Das Ergebnis: Deine Inhalte werden schneller und vollständiger indexiert – besonders wichtig, wenn du neue Seiten veröffentlichst.
Die Nutzererfahrung auf ein neues Level heben
Gute interne Verlinkungen im SEO sind aber nicht nur für Maschinen da, sondern vor allem für Menschen. Sie beantworten die nächste logische Frage deines Nutzers, bevor er sie überhaupt im Kopf hat. Jemand, der einen Artikel über „Keyword-Recherche“ liest, interessiert sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für einen Guide zur „Content-Erstellung“. Ein strategisch platzierter Link an der richtigen Stelle schafft einen nahtlosen Übergang und hält den Besucher auf deiner Seite.
Eine umfangreiche Analyse von AuthorityHacker bestätigt das eindrucksvoll mit Zahlen. Die Studie hat rund 1 Million interne Links von Top-Ranking-Websites untersucht und eine deutliche Korrelation gefunden: Seiten mit vielen internen Links, insbesondere von Seiten mit starken externen Linkprofilen, rankten signifikant besser. Mehr Details zu dieser Studie zur internen Linkoptimierung sind wirklich lesenswert.
Eine durchdachte interne Verlinkung ist also der Schlüssel zu einer längeren Verweildauer und einer niedrigeren Absprungrate. Beides sind starke, positive Nutzersignale, die Google liebt und im Ranking belohnt. So werden aus passiven Lesern aktive Nutzer, die tief in deine Expertise eintauchen.
Um die Vorteile noch einmal auf den Punkt zu bringen, hier eine kurze Übersicht:
Vorteile einer optimierten internen Linkstruktur
Eine Zusammenfassung, wie strategische interne Verlinkung deine SEO- und Nutzererfahrungs-Ziele direkt unterstützt.
| Vorteil für SEO | Vorteil für Nutzer | Konkretes Ergebnis |
|---|---|---|
| Gezielte Verteilung von Link-Autorität (Linkjuice) | Intuitive Navigation und thematische Führung | Stärkere Rankings für Zielseiten |
| Schnellere und vollständigere Indexierung | Leichteres Entdecken relevanter Inhalte | Wichtige Seiten werden zuverlässig gefunden |
| Klare thematische Signale an Suchmaschinen | Bessere Orientierung und tieferes Engagement | Erhöhte thematische Autorität |
| Stärkung der gesamten Domain-Autorität | Reduzierte Absprungrate und längere Verweildauer | Bessere Nutzersignale als Rankingfaktor |
Kurz gesagt: Eine durchdachte Linkstruktur ist eine Win-win-Situation. Sie macht sowohl Suchmaschinen als auch deine Besucher glücklich – und das zahlt sich am Ende immer aus.
So durchleuchten Sie Ihre interne Verlinkung Schritt für Schritt
Bevor Sie auch nur einen einzigen internen Link ändern, brauchen wir eine ehrliche, datenbasierte Bestandsaufnahme. Ein Audit ist kein optionaler Schritt, sondern das absolute Fundament für jede Optimierung. Ohne zu wissen, wo genau die Probleme liegen, stochern Sie im Nebel – und das kostet Zeit und Potenzial.
Das Ziel des Audits? Wir wollen die größten Bremsklötze finden, die Ihre Website am guten Ranking hindern. Es geht darum, die versteckten Fehler aufzudecken, die den „Link-Juice“ versickern lassen und Google daran hindern, die wahre Struktur und Wichtigkeit Ihrer Inhalte zu erkennen.
Die richtigen Werkzeuge für den Job
Für eine wirklich gründliche Analyse kommen Sie um spezialisierte SEO-Tools nicht herum. Eine Website manuell zu durchforsten, ist bei mehr als einer Handvoll Seiten schlichtweg unmöglich und extrem fehleranfällig. In der Praxis haben sich vor allem drei Werkzeuge bewährt:
- Screaming Frog SEO Spider: Der Goldstandard für technische SEO-Audits. Dieses Desktop-Tool crawlt Ihre komplette Website, ganz ähnlich wie der Googlebot, und spuckt detaillierte Daten zu allen URLs, Links, Weiterleitungen und vielem mehr aus.
- Ahrefs Site Audit: Ein starkes, cloudbasiertes Tool, das regelmäßig geplante Crawls durchführt und gefundene Probleme direkt nach Wichtigkeit sortiert. Der riesige Vorteil hier ist die nahtlose Integration mit den umfangreichen Backlink-Daten von Ahrefs.
- Semrush Site Audit: Ebenfalls ein Schwergewicht unter den cloudbasierten Werkzeugen. Es liefert einen umfassenden Gesundheitscheck Ihrer Website und gibt direkt konkrete, umsetzbare Handlungsempfehlungen.
Für die meisten tiefgehenden Analysen ist der Rana urlante meine erste Wahl. Kein anderes Tool bietet diese Flexibilität bei den Crawl-Einstellungen und die Möglichkeit, Rohdaten für eigene Analysen in Excel oder Google Sheets zu exportieren.
Die kritischsten Probleme identifizieren
Beim Crawl Ihrer Website legen wir den Fokus auf die vier häufigsten und zugleich schädlichsten Fehler bei internen Verlinkungen. Ich nenne sie die „Großen Vier“, denn oft sind sie allein für einen Großteil des verschenkten SEO-Potenzials verantwortlich.
Die folgende Infografik zeigt schön, wie Link-Autorität im Idealfall durch eine Website fließt und die wichtigen Zielseiten stärkt.

Genau das ist das Ziel: Jeder Link sollte eine bewusste Entscheidung sein, um Autorität gezielt dorthin zu lenken, wo sie den größten Hebel hat.
Verwaiste Seiten (Orphan Pages) aufspüren
Stellen Sie sich verwaiste Seiten wie einsame Inseln vor. Sie existieren, aber es führt keine Brücke – kein einziger interner Link – zu ihnen. Für Suchmaschinen und Nutzer sind sie quasi unsichtbar. Google findet sie vielleicht irgendwann über die Sitemap, aber ohne Verlinkungen bekommen sie keine Autorität vererbt und werden als unwichtig abgestempelt.
Das Problem ist weiter verbreitet, als man denkt. Eine Analyse von SE Ranking kam zu dem erschreckenden Ergebnis, dass rund 69,32 % der untersuchten Websites Seiten ohne jegliche interne Verlinkung haben. Dieser Mangel ist eine massive Bremse für SEO und Nutzerführung. Wer tiefer einsteigen will, findet mehr dazu in diesen Erkenntnissen zur internen Linkoptimierung.
Profi-Tipp: In Screaming Frog spüren Sie diese Seiten auf, indem Sie den Crawl mit Daten aus Ihrer XML-Sitemap und Google Analytics kombinieren. Jede URL, die dort auftaucht, aber im Crawl-Bericht null „Inlinks“ aufweist, ist eine Orphan Page.
Seiten mit zu wenigen eingehenden Links finden
Nicht ganz so dramatisch wie verwaiste Seiten, aber immer noch ein echtes Problem: Wichtige Seiten, die nur ein oder zwei interne Links abbekommen. Das ist für Google ein flüsterleises Signal. Ihre wichtigsten Pillar Pages, Shop-Kategorien oder umsatzstarken Produktseiten sollten von zahlreichen relevanten Unterseiten verlinkt werden, um deren Bedeutung zu untermauern.
Sortieren Sie in Screaming Frog einfach die Ergebnisse nach der Spalte „Inlinks“. So sehen Sie auf einen Blick, welche URLs stiefmütterlich behandelt werden.
Defekte Links (404-Fehler) und Weiterleitungsketten beheben
Jeder interne Link, der auf einer 404-Fehlerseite („Seite nicht gefunden“) landet, ist verschwendete Link-Autorität und eine frustrierende Sackgasse für Ihre Besucher. Ähnlich ineffizient sind Weiterleitungsketten (also Seite A verlinkt auf Seite B, die auf Seite C weiterleitet). Jeder zusätzliche „Hop“ in dieser Kette verdünnt die Power, die weitergegeben wird.
So finden Sie die Übeltäter in Ihrem Crawl-Report:
- Defekte Links: Filtern Sie nach dem Statuscode „404“.
- Weiterleitungen: Suchen Sie nach Statuscodes wie „301“ O „302“.
Die Lösung ist simpel: Korrigieren Sie diese Links, sodass sie direkt auf die finale Ziel-URL mit dem Statuscode 200 verweisen. Gerade bei der Ottimizzazione SEO di WordPress gibt es fantastische Plugins, die solche Probleme automatisch aufdecken und die Korrektur zum Kinderspiel machen.
Die Klicktiefe analysieren
Die Klicktiefe (im Englischen oft „Crawl Depth“) gibt an, wie viele Klicks ein Nutzer (oder der Googlebot) von der Startseite aus benötigt, um eine bestimmte Seite zu erreichen. Die Faustregel ist einfach: Wichtige Seiten sollten eine möglichst geringe Klicktiefe haben, idealerweise weniger als 4 Klicks.
Sind Ihre wichtigsten Inhalte tief in der Seitenstruktur vergraben, signalisiert das Google, dass sie wohl nicht so wichtig sind. Außerdem riskieren Sie, dass Crawler sie seltener besuchen.
Screaming Frog zeigt die „Crawl Depth“ für jede URL an. Sortieren Sie die Liste und prüfen Sie kritisch, ob Ihre umsatzrelevanten Seiten schnell und einfach erreichbar sind. Wenn nicht, müssen Sie diese von prominenteren, höher gelegenen Seiten aus verlinken.
Eine logische Architektur mit Content-Silos aufbauen
Eine flache Seitenhierarchie, bei der wichtige Seiten nur wenige Klicks von der Startseite entfernt sind, ist schon mal die halbe Miete. Aber wenn du in deiner Nische wirklich den Ton angeben willst, müssen wir noch eine Schippe drauflegen und deine Inhalte thematisch bündeln. Genau dafür wurde das Konzept der Content-Silos (oft auch Themencluster genannt) entwickelt.

Ein Content-Silo ist im Grunde eine clevere Art, deine Website-Struktur zu organisieren. Statt Inhalte zu einem Thema kreuz und quer über die Seite zu verstreuen, packst du sie in eine saubere, logische Struktur zusammen.
Durch diese Bündelung sendest du ein unmissverständliches Signal an Google: „Hey, für dieses Thema sind wir die absolute Autorität.“
Die Anatomie eines Content-Silos
Ein schlagkräftiges Silo besteht immer aus zwei zentralen Komponenten, die Hand in Hand arbeiten. Damit das Ganze zündet, musst du beide Teile von Anfang an strategisch planen.
So ist die Struktur aufgebaut:
- Pillar Page (Säulenseite): Das ist dein zentraler Hub, das Herzstück des Themas. Eine Pillar Page behandelt ein breites Kernthema umfassend, bleibt dabei aber auf einer übergeordneten Ebene. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt, auf den alle anderen verwandten Inhalte verweisen.
- Cluster Content (Unterstützende Inhalte): Das sind die Spezialisten. Detaillierte Artikel, die sich jeweils einen ganz bestimmten Teilaspekt des Kernthemas vornehmen und in die Tiefe gehen.
Der eigentliche Zauber entsteht aber erst durch die Verlinkung. Jeder einzelne Cluster-Artikel verlinkt gezielt zurück zur zentralen Pillar Page. Im Gegenzug verweist die Pillar Page auf die passenden Cluster-Artikel, um Nutzern, die tiefer graben wollen, den Weg zu weisen.
So entsteht eine in sich geschlossene Themenwelt. Der „Link Juice“, der von externen oder anderen internen Seiten auf einen beliebigen Teil des Clusters fließt, wird clever innerhalb dieses Silos verteilt und auf die Pillar Page konzentriert. Das stärkt ihre Autorität enorm.
Ein Praxisbeispiel aus dem Fitnessbereich
Stell dir vor, du betreibst eine Website für Fitnessgeräte und willst dich als Experte für Laufbänder positionieren. Einfach nur ein paar Blogartikel rauszuhauen, wird dich nicht weit bringen. Stattdessen bauen wir ein strategisches Content-Silo auf.
Deine Pillar Page:
Die Säulenseite könnte ein ultimativer „Laufband Kaufberater“ sein. Dieser Guide deckt alles ab, was ein potenzieller Käufer wissen muss – von Motorarten über Dämpfungssysteme bis hin zu Trainingsprogrammen.
Dein Cluster Content:
Um diesen zentralen Guide zu stärken, erstellst du jetzt eine Reihe von Spezialartikeln, die ganz konkrete Fragen und Nischen abdecken:
- „Die 5 besten Laufbänder für Anfänger unter 500 €“
- „Anleitung: So wartest du dein Laufband richtig“
- „Laufband-Workout für Fortgeschrittene zur Fettverbrennung“
- „Klappbare Laufbänder im Test: Perfekt für kleine Wohnungen“
- „HIIT vs. Dauerlauf auf dem Laufband: Was ist effektiver?“
Jeder dieser Cluster-Artikel verlinkt mit passenden Ankertexten wie „zur umfassenden Kaufberatung“ oder „mehr Infos in unserem Laufband-Guide“ zurück zur Pillar Page. Gleichzeitig verlinkt die Pillar Page von den jeweiligen Abschnitten aus zu diesen tiefgehenden Spezialartikeln. Fertig ist eine kraftvolle thematische Einheit.
Dieser strukturierte Ansatz ist ein Grundpfeiler jeder erfolgreichen Strategie für interne Verlinkungen für SEO. Er ist die Basis, wenn du eine durchdachte Content-Strategie entwickeln willst, die Nutzer und Suchmaschinen gleichermaßen überzeugt.
Die Vorteile der Silo-Struktur
Content-Silos aufzubauen, ist weit mehr als nur digitales Aufräumen. Dahinter stecken handfeste SEO-Vorteile, die sich direkt auf deine Rankings und deinen Traffic auswirken.
Hier sind die 3 wichtigsten Vorteile im Überblick:
- Gebündelte thematische Autorität: Anstatt deine Expertise auf Dutzende unverbundene Seiten zu verteilen, bündelst du sie auf einen thematischen Schwerpunkt. Google versteht so viel schneller, dass du für dieses Thema ein echter Experte bist.
- Verbessertes Crawling und Verständnis: Für die Crawler der Suchmaschinen wird deine Seitenstruktur plötzlich glasklar. Sie erkennen die thematischen Zusammenhänge mühelos und verstehen sofort, welche Seiten innerhalb eines Themenkomplexes die wichtigsten sind.
- Effiziente Verteilung von Link-Autorität: Eingehender Link Juice zirkuliert hocheffizient innerhalb des Silos und wird gezielt zur wichtigsten Seite – der Pillar Page – geleitet. Das pusht genau die Seite, die für die wertvollen, breit gefassten Keywords ranken soll.
Die Kunst des perfekten Ankertextes für interne Links
Ankertexte sind die Seele Ihrer internen Verlinkung – und ehrlich gesagt eines der stärksten Signale, die Sie Google über den Inhalt einer Zielseite senden können. Ein gut gewählter Ankertext verrät dem Nutzer und dem Crawler auf den ersten Blick, was sie auf der anderen Seite des Klicks erwartet. Genau deshalb ist eine durchdachte Ankertext-Strategie kein „Nice-to-have“, sondern absolut entscheidend für Ihren SEO-Erfolg.
Die Kunst liegt aber nicht darin, stur immer wieder dasselbe Keyword zu verwenden. Ganz im Gegenteil. Eine natürliche und wirklich effektive Strategie lebt von Vielfalt und Kontext. Google ist längst schlau genug, um semantische Zusammenhänge zu verstehen. Wer es mit exakten Keywords übertreibt, riskiert eine Abstrafung wegen Überoptimierung – und erreicht damit genau das Gegenteil von dem, was er wollte.

Die Mischung macht's: Verschiedene Ankertext-Typen
Anstatt sich auf eine einzige Art von Ankertext zu versteifen, sollten Sie einen gesunden Mix anstreben. Jeder Typ hat seine eigene Daseinsberechtigung und trägt zu einem Linkprofil bei, das für Suchmaschinen authentisch wirkt.
Hier sind die gängigsten Varianten:
- Partial-Match-Anker: Diese enthalten eine Variation Ihres Keywords. Statt plump „interne verlinkungen seo“ zu schreiben, könnten Sie auf einen „Guide für SEO-Verlinkungen“ verweisen. Das klingt nicht nur natürlicher, sondern hilft Ihnen auch, für ein breiteres Spektrum an Suchanfragen gefunden zu werden.
- Brandbezogene Anker: Formulierungen wie „laut unserem Guide“ oder „mehr dazu bei SEO-Küche“ stärken Ihre Marke. Sie sind unerlässlich, um Markenautorität aufzubauen und als Experte wahrgenommen zu werden.
- Exact-Match-Anker: Hier nutzen Sie das exakte Keyword, für das die Zielseite ranken soll. Setzen Sie diese Variante aber wie ein scharfes Gewürz ein – gezielt und sparsam. Am besten nur auf Ihren allerwichtigsten Seiten, um deren thematische Relevanz zu zementieren.
- Generische Anker: Phrasen wie „hier klicken“ oder „mehr erfahren“ haben im Fließtext eigentlich nichts verloren. Sie geben Google keinerlei thematische Hinweise. In Call-to-Action-Buttons sind sie hingegen üblich und völlig in Ordnung.
Die Diversifizierung Ihrer Ankertexte ist kein optionales Extra, sondern ein Schutz vor Überoptimierung. Sie schaffen damit ein Linkprofil, das für Suchmaschinen authentisch und vertrauenswürdig erscheint, anstatt künstlich und manipulativ zu wirken.
Der Kontext ist König
Ein guter Ankertext entfaltet seine volle Wirkung erst im richtigen Umfeld. Der Text, der den Link umgibt, liefert Google zusätzlichen, wertvollen Kontext.
Ein schlechtes Beispiel:
Für mehr Informationen zum Thema Suchmaschinenoptimierung, hier klicken. (Generisch, faul und absolut nicht aussagekräftig.)
Ein gutes Beispiel:
Eine detaillierte Keyword Recherche Anleitung ist der erste Schritt, um die richtigen Themen für Ihre Zielgruppe zu finden. (Beschreibend, keyword-optimiert und im Kontext eine echte Hilfe für den Leser.)
Wenn Sie ein Audit Ihrer internen Verlinkungen für SEO durchführen, ist die Analyse der Ankertexte ein zentraler Punkt. Mit Tools wie Ahrefs oder dem Screaming Frog SEO Spider können Sie alle internen Ankertexte bequem exportieren. Suchen Sie gezielt nach Mustern: Verwenden Sie zu oft denselben Anker für verschiedene Seiten? Das ist ein klassischer Weg in die Keyword-Kannibalisierung. Oder nutzen Sie zu viele nichtssagende Füllwörter? Das ist verschenktes Potenzial.
Vergleich von Ankertext-Typen und deren Einsatz
Diese Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die verschiedenen Ankertext-Arten und wie Sie sie am besten einsetzen.
| Ankertext-Typ | Beispiel | SEO-Effekt | Wann verwenden? |
|---|---|---|---|
| Exact Match | „interne verlinkungen seo“ | Sehr starkes Relevanzsignal | Sparsam auf den wichtigsten Zielseiten |
| Partial Match | „Guide für SEO-Verlinkungen“ | Starkes, aber natürlicheres Signal | Häufig im Fließtext zur Variation |
| Brandbezogen | „unser SEO-Küche-Leitfaden“ | Stärkt Markenautorität | Zur Förderung der eigenen Marke |
| Generisch | „lesen Sie mehr“ | Kein thematisches Signal | Hauptsächlich in Buttons, im Text vermeiden |
Am Ende geht es darum, die richtige Balance zu finden. Jeder Link sollte in erster Linie dem Nutzer dienen. Wenn der Ankertext klar, beschreibend und im Kontext sinnvoll ist, dann ist er in der Regel auch gut für SEO. Merken Sie sich einfach: Was für den Nutzer gut ist, ist fast immer auch für Google gut.
Interne Links für Fortgeschrittene – die typischen Fehler vermeiden
Wer die Grundlagen der internen Verlinkung beherrscht, stößt früher oder später an einen Punkt, an dem es um die Feinheiten geht. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Jetzt geht es nicht mehr nur darum, ob man verlinkt, sondern darum, wie, wo und mit welchem strategischen Ziel. Wir wollen die Link-Autorität präzise wie ein Chirurg lenken und gleichzeitig die Fallstricke umgehen, die viele gute SEO-Ansätze zunichtemachen.
Für Google macht es zum Beispiel einen riesigen Unterschied, ob ein Link im Hauptmenü steht oder mitten aus einem thematisch passenden Absatz heraus verweist. Während Menü-Links die grundlegende Architektur der Website skizzieren, bekommen kontextuelle Links oft mehr Gewicht. Warum? Weil der umgebende Text wertvolle thematische Signale liefert, die einem isolierten Menüpunkt fehlen.
Den Linkjuice gezielt auf umsatzstarke Seiten lenken
Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, die Link-Power dorthin zu leiten, wo sie für Ihr Geschäft den größten Wert hat – auf Ihre „Money Pages“. Das sind typischerweise Ihre Produktseiten, die Vorstellung Ihrer Dienstleistungen oder wichtige thematische Grundpfeiler (Pillar Pages).
Verteilen Sie Links also nicht mit der Gießkanne. Identifizieren Sie stattdessen die Seiten auf Ihrer Website, die bereits ein starkes externes Linkprofil haben. Das sind Ihre Autoritäts-Hubs. Von genau diesen Seiten sollten Sie dann gezielte, kontextuell passende Links auf Ihre umsatzrelevanten Zielseiten setzen.
Ein oft unterschätzter Trick ist die Kombination von Crawling-Daten mit echten Nutzerdaten. In der Praxis hat es sich bewährt, einen Crawl mit Tools wie Rana urlante zu fahren und die Daten mit denen aus Google Analytics zu verbinden. So finden Sie Seiten, die schon viel organischen Traffic anziehen, aber ihre Autorität kaum intern weitergeben. Das sind wahre Goldminen! Ein Link von einer solchen Seite auf eine Ihrer Money Pages leitet nicht nur Link-Autorität, sondern auch echten Traffic genau dorthin, wo er Umsatz generieren kann. Wie man Google Analytics und Screaming Frog kombiniert, um solche Potenziale aufzudecken, ist ein guter Startpunkt.
Ein einziger Link von einer hoch frequentierten, themenrelevanten Seite kann mehr wert sein als zehn Links von kaum besuchten Unterseiten. Priorität haben Qualität und die strategische Platzierung jedes Links.
Die No-Go-Liste der internen Verlinkung
Mindestens genauso wichtig wie die richtigen Maßnahmen ist es, die klassischen Fehler zu vermeiden. Bestimmte Patzer können Ihre SEO-Erfolge aktiv untergraben und Suchmaschinen schlichtweg verwirren.
Hier sind die häufigsten Fehler, die Sie unbedingt aus Ihrem Repertoire streichen sollten:
- Keyword-Kannibalisierung durch Ankertexte: Das passiert, wenn Sie denselben exakten Ankertext verwenden, um auf zwei oder mehr unterschiedliche Seiten zu verlinken. Google weiß dann nicht, welche Seite für dieses Keyword die wichtigste ist. Das Ergebnis: Oft ranken am Ende beide Seiten schlechter.
- Vernachlässigung von No-Index-Seiten: Jeder Link, der auf eine Seite mit dem
noindex-Tag zeigt (z. B. Login-Seiten, interne Suchergebnisseiten), ist verschwendete Link-Autorität. Der „Linkjuice“ verpufft an dieser Stelle. Falls ein solcher Link für die Nutzerführung absolut notwendig ist, sollte er zumindest dasrel="nofollow"-Attribut erhalten. - Missachtung der Nutzerführung: Wenn Sie interne verlinkungen seo-technisch überoptimieren und dabei den Nutzer aus den Augen verlieren, schadet das mehr, als es nützt. Ein Link, der thematisch aus dem Nichts kommt und den Lesefluss stört, frustriert den Besucher. Das führt zu schlechten Nutzersignalen wie hohen Absprungraten, was Google ebenfalls registriert.
Das Dilemma mit dem Nofollow-Attribut
Vor einigen Jahren war es eine beliebte SEO-Taktik, den PageRank-Fluss mit dem rel="nofollow"-Attribut intern zu „modellieren“. Man nannte das „PageRank Sculpting“. Die Idee war, unwichtige Seiten von der Vererbung der Link-Autorität auszuschließen, damit mehr Power für die wichtigen Seiten übrig bleibt.
Diese Taktik ist aber schon lange überholt. Google verteilt die Autorität einer Seite heute auf alle ausgehenden Links – egal ob follow O nofollow. Der Anteil, der auf einen nofollow-Link entfällt, verschwindet einfach im Nirwana.
Wann ist nofollow intern also heute noch sinnvoll?
Eigentlich nur in sehr wenigen Ausnahmefällen. Zum Beispiel bei Links zu Login-Bereichen oder anderen Seiten, die für Crawler irrelevant sind, aber für den Nutzer an dieser Stelle erreichbar sein müssen. Für 99 % Ihrer internen Links gilt aber die klare Regel: Finger weg vom nofollow-Attribut.
Wer diese typischen Fehler vermeidet, legt den Grundstein für eine robuste und wirksame Linkstruktur. Ein sauberer, logischer und vor allem nutzerorientierter Ansatz wird von Suchmaschinen langfristig immer belohnt.
Häufige Fragen zur internen Verlinkung (FAQ)
In der SEO-Praxis tauchen immer wieder die gleichen Fragen zur internen Verlinkung auf. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, habe ich hier die Antworten auf die häufigsten Unsicherheiten gesammelt – präzise, direkt und aus der Praxis für die Praxis.
Oft geht es um die Frage nach der "richtigen" Anzahl von Links oder den Umgang mit speziellen Seitentypen. Lassen Sie uns diese Punkte ein für alle Mal klären, damit Sie mit klarem Kurs Ihre internen Links optimieren können.
Wie viele interne Links sollte eine Seite haben?
Die kurze Antwort: Es gibt keine magische Zahl. Die richtige Antwort: So viele, wie für den Nutzer sinnvoll und hilfreich sind. Vergessen Sie die alte „100-Links-Regel“ von Google – die ist längst überholt und für moderne Websites irrelevant.
Der Fokus sollte immer darauf liegen, Links dort zu platzieren, wo sie einen echten Mehrwert schaffen und zu relevanten, weiterführenden Informationen führen. Ein langer, fundierter Ratgeber kann locker 20–30 sinnvolle interne Links enthalten. Eine kurze Landingpage braucht vielleicht nur zwei oder drei.
Relevanz schlägt immer die reine Anzahl. Ein einziger, perfekt im Kontext platzierter Link ist wertvoller als zehn wahllose Links in der Fußzeile. Fragen Sie sich bei jedem Link: „Würde ein echter Nutzer hier klicken wollen, um mehr zu erfahren?“
Soll ich auf No-Index-Seiten verlinken?
In der Regel ist das keine gute Idee. Jeder Link verteilt einen Teil Ihrer Seitenautorität, oft als „Linkjuice“ bezeichnet. Wenn Sie diese Autorität an eine Seite „verschwenden“, die ohnehin nicht ranken soll (wie Login-Seiten, der Warenkorb oder interne Suchergebnisseiten), fehlt sie an den Stellen, wo sie wirklich gebraucht wird.
Ist ein Link für die Nutzerführung an einer Stelle unumgänglich, können Sie das rel="nofollow"-Attribut nutzen. Damit signalisieren Sie Google, diesem Link keine Ranking-Autorität zu vererben. Aber prüfen Sie vorher kritisch: Muss diese Seite wirklich auf noindex stehen und ist der Link für den Nutzer absolut essenziell?
Was ist der Unterschied zwischen kontextuellen Links und Navigationslinks?
Beide Link-Arten sind für eine saubere Website-Struktur unverzichtbar, erfüllen aber ganz unterschiedliche Aufgaben.
- Navigationslinks: Das ist das Grundgerüst Ihrer Seite. Sie finden sie im Hauptmenü, in der Fußzeile oder in einer Sidebar. Sie sorgen für die grundlegende Orientierung und Architektur.
- Kontextuelle Links: Diese platzieren Sie direkt im Fließtext, also mitten im Content. Google bewertet diese Links in der Regel als thematisch besonders stark, weil der umgebende Text glasklaren Kontext zum Linkziel liefert.
Eine clevere Strategie verbindet beides: Navigationslinks für die grobe Struktur, kontextuelle Links, um gezielt thematische Tiefe aufzubauen und wichtige Unterseiten zu stärken.
Wie schnell sehe ich Ergebnisse nach einer Optimierung?
Das hängt stark vom Umfang Ihrer Änderungen und der Crawling-Frequenz Ihrer Website ab. Hier sind realistische Erwartungen Gold wert.
Kleinere Anpassungen, wie das Reparieren einiger kaputter Links oder das Setzen einiger neuer Verknüpfungen, können schon nach dem nächsten Google-Crawl positive Signale senden. Das kann innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen in der Google Search Console sichtbar werden.
Bei einem großen Umbau, etwa der Einführung von Content-Silos oder einer kompletten Neustrukturierung, sprechen wir eher von mehreren Wochen bis Monaten, bis sich die volle Wirkung in den Rankings entfaltet. SEO ist eben ein Marathon, kein Sprint. Behalten Sie die Indexierungsrate und die Klickzahlen in der Search Console im Auge, um den Fortschritt zu messen.
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